Südafrika

Interview vom
16.11.2020

WOW! Südafrika! Wenn wir es bis hier her geschafft haben, ist unsere Weltreise so gut wie vorbei. Sebastian und Jacqueline sind schon da und basteln gerade fleißig an ihrer “Axiom”. Aber ihre Reise ist noch längst nicht beendet. Wir kennen die beiden über Instagram und sind ganz hin und weg. Komisch irgendwie, dass einem Menschen nur über Fotos schon so sympathisch sein können. Wir würden die zwei so gern persönlich kennenlernen. Vielleicht doch Karibik? 😉 Aber lest selbst….

Erzählt uns ein bisschen was über euch

Wir sind Sebastian & Jacqueline (D / CH) und hübschen gerade unsere SY “AXIOM”, eine Baltic 42DP, auf. Seit 2013 segeln wir und seit 2017 sind wir gemeinsam unterwegs rund um die Welt. Derzeit sind wir in Südafrika für ein großes Refit.

Wie läuft hier die Einreise während Corona ab?

Welche Regeln gibt es?
Auf dem Papier: Maskenpflicht und „Social Distancing“

Gibt es Probleme bei der Einreise für Segler?
Gab es bis vor 2 Wochen (keine Clearance, an Bord bleiben, kein Visum, nur safe passage). Nach ewigem Hin- und Her über höchste Stellen wurde das jetzt entsprechend geändert. Die Einreise ist möglich, aber nur bis zum 15.12. (für die Passage ums Kap nach Cape Town). Wer Richtung Karibik will, muss also bis zum 15. in Südafrika sein. Danach sollen die Einreisebestimmungen wohl erneut überarbeitet werden. Checke hier die Seite von Noonsite/Südafrika.

Welche Besonderheiten gibt es beim Einklarieren wg. Corona?
Man muss einen negativen Covid-Test vorlegen.

Muss man in Quarantäne und wie lange?
Im Augenblick nicht. Das kann sich aber ändern.

Ist ein Test nötig? Wann und wo sollte man sich testen + Kosten?
Test ist obligatorisch, kostet 800 ZAR / ca. 45,-€

Werden bei längeren Überfahrten, die Tage auf See angerechnet, wenn man sich schon im Abfahrtsland getestet hat?
Im Augenblick gibt es keine Quarantäne. Vorher wurden die Tage auf See nicht angerechnet.

 

Wie ist die aktuelle Lage vor Ort?

Aktuelle Lage vor Ort und zukünftige Prognose?
Hier ist Sommer und damit alles schick. Ab April/Mai riecht es nach erneutem Lockdown. Zumindest wenn die Lage dann noch nicht eskaliert  ist und überhaupt noch jemand bei den Einschränkungen mitmacht.

Wie sind die Menschen drauf?
“Business as usual”. Allerdings sind immer mehr Leute auf der Suche nach Jobs. Die Unzufriedenheit wächst leider.

Was darf man & was darf man nicht?
Gäbe es keine Maskenpflicht, würde man wahrscheinlich von Corona nichts mitkriegen – im Augenblick (Sommermonate).

Was hat offen und was geschlossen (z.B. Bars, etc)?
Alles hat auf. Es gibt keinerlei Einschränkungen (Sperrstunde 23:00 – 4-00).

Sicherheitslage? Ist es gefährlich(er) geworden?
Gefühlt noch nicht, allerdings wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit.

Wie ist die generelle Versorgung (Lebensmittel, Medizin, etc.)
Alles schick.

Wie geht es euch persönlich? Wie verbringt ihr die Zeit?
😉 Im Augenblick spielt uns Corona hier in die Karten. Wir sind busy mit unserem Refit und hoffen, passend vor dem nächsten Lockdown, hier weg zu sein. Da wir schon vor Ort waren bevor der Lockdown kam, wurden die Visa immer wieder, jeweils um weitere 3 Monate, verlängert und wir mussten nicht zwischendurch ausreisen, sondern konnten ununterbrochen weiter an Axiom arbeiten.

Wie habt ihr euch vorab informiert?

Apps, Links oder Kontakte?

Indian Ocean crossing Group bei Facebook (Nicht öffentlich – richtet sich an Segler vor Ort und Mitgliedschaft ist nur für Cruiser im -oder auf dem Weg zum Indian Ocean).

Die “Lady der Stunde” für Cruiser hier in Südafrika ist Jennifer Crickmore Thompson. Sie ist ziemlich involved im OCC “Ocean cruising Club” und lebt mit ihrem Mann auf einer Farm nördlich von Cape Town. Sie und zwei Mitstreiter haben den Korridor rund ums Kap dieses Jahr überhaupt erst möglich gemacht und sind definitiv die beste Anlaufstelle wenn man bereits auf dem Weg hierhin ist. Jenny’s Mail: Sailingjenny1@gmail.com.
 
Die schriftliche Bekanntmachung:

Die Schiffe, die einreisen möchten, müssen bis zum 15. Dezember in einem der Einreisehafen zur Abfertigung nach Südafrika ankommen.
2. Nur der Hafen von Richards Bay, der Hafen von Durban und der Hafen von Kapstadt gelten als Einreisehäfen.
3. Alle Yachten sind berechtigt, alle Dienstleistungen zu erhalten, einschließlich Geschäfte, Proviant, Auftanken, Reparaturen, Wartung.

Unterm Strich können also alle Segler ab dem 9. November durch die Einwanderungsbehörde eingecheckt werden und müssen bis zum 15. Dezember in einem der drei Einreisehäfen sein, um eingecheckt zu werden.

Es geht weiter:
4. Der Antrag auf ein kostenloses Pratique muss 24-48 Stunden vor der Ausschiffung im Yachtclub bei der Hafengesundheitsbehörde eingereicht werden.
5. Nach der Ankunft müssen PCR-Tests an Bord auf Kosten des Seglers durchgeführt werden.
6. 6. Nur Segler mit negativen PCR-Testergebnissen dürfen von Bord gehen, um in Übereinstimmung mit den Einwanderungsbestimmungen  einzuklarieren.

Die Anträge oder Einreisegesuche sind an die Email Adressen: mscc@dot.gov.za und Nepfumbadam@dot.gov.za zu schicken.

Info erforderlich:
Name der Yacht
Registrierungsnummer
Letzter Anlaufhafen & Abreisedatum
SA 1. Anlaufstelle
SA 2. Anlaufstelle
Geschätztes Ankunftsdatum
Gesamtzahl der Seeleute an Bord und Nationalitäten.

Wie sind eure weiteren Pläne?

Eigentlich war der Plan nach unserem Refit weiter in die Karibik zu segeln.
Aber jedesmal mit dem ganzen „Corona-Trara“ und auch den damit verbundenen Kosten ein-und auszuchecken fühlt es sich für uns nicht mehr wirklich verlockend an. Daher sieht es so aus als ob wir wohl nach SO-Asien zurückfahren. Auch ziemlich nice und entsprechend weniger Länder. Außerdem hoffen wir, dass außerhalb der „Zivilisation“ die ganze Corona-Nummer nicht so heiß gekocht wird und man ein bisschen freier Cruisen kann.

Wir sagen Danke!

Kommt schon! Karibik ist doch schon schön und wir könnten uns dort treffen. Wir sind uns sicher, dass wir eine fetzen Gaudi haben werden. Um euch zu überzeugen, sammeln wir hier fleißig alle Infos über die verschiedenen Karibikinseln und erleichtern euch so die Entscheidung her zu kommen. 😉

Folgt den beiden unbedingt auf Instagram und begleitet sie so auch ihrer Reise.

@bock.auf.meer

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