Der andauernde Zeitdruck und Stress waren der Grund, warum es Julias Papa schon in Spanien gesundheitlich nicht mehr gut ging. Darum entschied er schweren Herzens in Agadir auszusteigen und nach Hause zu fliegen.

Das bedeutete für Tobi und mich, dass wir ab diesem Zeitpunkt komplett auf uns alleine gestellt waren und nicht so richtig wussten wie es weitergehen soll.

“Egal, was solls!?” dachten wir uns. Wir kriegen das schon alles irgendwie hin!

Etwas nervös vor der ersten Überfahrt zu zweit, checkte ich schon einige Tage vorher die Wetter- und Windvorhersage regelmäßig.

Da wir ab dem 16.Dezember den Liegeplatz in der Marina Lanzarote reserviert hatten, mussten wir am 14. Dezember los, um die 220 Seemeile (48 Stunden) rechtzeitig zu schaffen.

Ich wusste, dass am 16. vormittags Starkwind auf Lanzarote aufkommen soll. Somit waren klar, dass wir wegen des knappen Zeitfensters keine Segelexperimente starten können und durch motoren müssen.

Am Morgen des 14. Dezembers bekamen wir mit einer Stunde Verspätung vom muffigen, marokkanischen Zollbeamten unserer Pässe wieder und starteten um 8:00 Uhr morgens in einen wunderschönen Sonnenaufgang.


Die 2 Tage und Nächte waren sehr entspannt. Eine ruhige See und auch der Motor und alle anderen Geräte funktionierten einwandfrei…..endlich mal!

Kurz vor der Hafeneinfahrt erwischte uns aber dann doch noch der angekündigte Wind mit 40 Knoten und heftigem Regenschauer. Das Ziel war zum Greifen nahe aber wegen des Gegenwinds wollten die letzten 5 Seemeilen einfach nicht vergehen.

Aber auf unsere LAGERTHA ist Verlass! Sie kämpfte sich langsam aber sicher vorwärts und rein in den sicheren Hafen.

GESCHAFFT!

Müde aber stolz und glücklich nach der Ankunft im Hafen.

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