Es war von Anfang an unser Plan, diesen Hafen anzulaufen, da Tobi hier zusteigen wollte.

Vor Denia hatten wir dann leider große Probleme mit dem Ruder, aber unser Glück – Tobi und Werner kannten sich durch frühere Besuche gut aus und hatten einige hilfreiche Kontakte. Das hieß für uns, der Stopp dauert länger als gedacht – mal wieder!

Die Stadt


Denia ist eine Hafenstadt an der Mittelmeerküste im Osten Spaniens. Die Mauern des Castillo de Denia dominieren einen Hügel am Jachthafen.

Touristen schätzen den 20 km langen Sandstrand, der auf Höhe des Stadtteiles Las Rotas in Fels- und Steinküste übergeht.

Für Wanderer eignet sich das Naturschutzgebiet Montgó, benannt nach dem gleichnamigen Hausberg Denias.

Im Umkreis der Stadt finden sich römische, maurische und spanische Ruinen.


Sightseeing

Die Burganlage


Die Burg wurde im 11. und 12. Jahrhundert von den Mauren über einer früheren römischen Anlage erbaut und in den folgenden Jahrhunderten beständig aus- und umgebaut.

Im spanischen Erbfolgekrieg wurde die Anlage teilweise zerstört. Die Garnison, die in der Burg untergebracht war, wurde im Jahre 1859 aufgelöst. Heute beherbergt die Burg das Archäologische Museum Denias.

Altstadt


Am Fuße der Burg liegt die hübsche Altstadt mit ihren kleinen, bunten Häusern und charmanten Plätzen.

Auf der Hauptstraße “Calle Campos” befinden sich eine große Anzahl von Banken, Geschäften, Cafés und Restaurants. Am Wochenende wird die Straße für den Verkehr gesperrt, damit die Einwohner und Touristen ganz entspannt flanieren und shoppen können.


Märkte


Markthalle in der Altstadt


Lage: Calle Magallanes
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 6:30 Uhr bis 14:00 Uhr.
Angebot: Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Backwaren, Gepökeltes, Kaffee, u.s.w.
(Zusatzangebot vor der Markthalle)

TIPP: In der Mitte der Halle befinden sich 4 kleine Tapas Bars, die sehr zu empfehlen sind!

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Wochenmarkt
Torrequemada-Gelände, nahe Lidl
Kleidung, Schuhe, Accessoires und vieles mehr.
Montags von 8:00 Uhr bis 13:30 Uhr.

Reparatur des Ruders


Aber wir waren leider nicht nur zum Vergnügen in der Stadt.

Das Ruder machte uns große Sorgen. Beim steuern bemerkten wir ein zu großes Spiel und seltsames Knacken. Das musste dringend gecheckt werden.

Unser Retter holt nach getaner Arbeit seinen Lohn ab! 🙂

Nach dem ersten Check eines Mechanikers war schnell klar – der Ruderkoker ist beschädigt. Damit kein Wasser in das Schiff laufen kann, musste er dringend erneuert werden. Raus auf die Werft und die komplette Ruderanlage ausbauen und erneuern.

Das war ein riesen Schock und hätte mindestens 1-2 Wochen und 4000 Euro Verlust bedeutet.



Das konnten wir uns beim besten Willen nicht leisten. Nach langer Sucherei bekamen wir glücklicherweise den Kontakt von Wolfgang. Einem Österreicher, der in Denia eine Werkstatt für Karbonschiffe betreibt. Der konnte uns tatsächlich helfen und machte sich auch sofort an die Arbeit.


Anstatt die komplette Anlage auszubauen, hat er einfach den Koker mit Kunststoff ummantelt und einen Schmiernippel eingesetzt. Das ist wichtig, um die Ruderstange konstant mit Fett zu schmieren und dadurch Reibung an der Ruderwelle zu verhindern.


Das Ganze kostete uns am Ende nur 500 Euro!
Wir hatten mal wieder mehr Glück als Verstand und unsere Weiterfahrt war Dank Wolfgang gerettet.

Fazit:


In Denia haben wir nicht sehr viel unternommen. Ende Oktober ist wenig los in der Stadt und es sind überwiegend ältere Touristen aus Deutschland und England unterwegs.

Gut, die Altstadt ist schön aber eben nicht allzu groß. Auch die Sehenswürdigkeiten sind an ein bis zwei Tagen abgearbeitet.

Die Ungewissheit, ob unser Trip nach all den Problemen weitergehen kann, hat unsere Stimmung ein bisschen getrübt. Wir waren einfach froh, dass es weiter ging Richtung Cartagena.

1 Comment

  • Jürgen Gohlke
    Posted 22. November 2019

    Hi ihr drei Weltensegler….!!!
    Ganz grosse Klasse wie ihr eure Seite weiterhin aufbaut und pflegt. Interessante Informationen über Häfen und Geschehnisse und natürlich ist man direkt mit dabei wenn es um die täglichen Probleme des Seglers geht. Kann ich alles sehr gut nachempfinden. Da ihr ja weiter Richtung meiner alten heimat unterwegs seit, Andalusien, Costa de Sol und Marbella bin ich sehr auf eure Eindrücke von dort gespannt. Auf alle Fälle war und ist es bestimmt immer noch ein sehr verdammt teures Pflaster rund um Marbella. In Marbella würde ich versuchen in den Stadthafen zu gehen da die Marina in Puertos Banus sehr teuer ist. Als Alternative gibts diverse kleinere Häfen an diesem Küstenabschnitt. Welcher seinerseits als recht günstig anzusehen war und vor allem die Infrastruktur mit Einkaufen besser ist als in Marbella ist einige Meilen davor der Stadthafen von Fuengirola. Hier gibt es ausserhalb von Schweden die grösste Population von schwedischen Mitbürger und die Kneipen sind vor allem uriger und günstiger. Ich hatte mich dort ebenfalls sehr wohl gefühlt bis ich dann rüber nach Marbella gezogen bin. Gen Gibraltar ist der Hafen von Estepona noch erwähnenswert. Aufgrund der Gegebenheiten des gesamten Küstenabschnittes in Andalusien ist es mit freiem Ankern nicht so gut gestellt da man bei ungünstiger Windlage echt zu kämpfen hat. Leider fehlen die schönen kleinen Ankerbuchten hier fast komplett. Freue mich euch weiterhin begleiten zu können. Achja,ich habe mir die Facebook-Seite vom Gundi der nächstes Jahr in die Karibik gehen will angeschaut. Danke für diesen Hinweis. Bin ja selber immer noch dran interessiert wieder aufs Wasser zu gehen und der Törn übern grossen Teich ist nach wie vor mein Segler-Traum. In diesem Sinne, erstmal ganz liebe Grüße, derzeit noch aus meinem Heimatort Obersteben in Oberfranken. Anfang Dezember geht es dann wieder zurück in die Türke…Jürgen

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